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Apr

Sat-Antennen anders montiert – Keinen Ärger mit dem Vermieter

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Damit Sat-Antennen nicht in voller Größe sichtbar sind, sollten Sie tiefer gelegt werden. Denn Sat-Antennen werden üblicherweise, fast immer mit stehendem Reflektor montiert und sind so meist der Anlass für Schüsselvorbote. Man kann den Spiegel aber auch anders montieren. Auf die Weise, die wie folgt beschrieben wird, lassen sich selbst größere Spiegel auf dem Balkon verstecken und geheim betreiben.

Aus der Ferne ist durch die liegende Montage des Reflektors, nur seine Schmalseite zu erkennen. Selbst bei einer 90er Schlüssel beträgt die dickste Stelle nur rund 5 bis 7 cm. Der nach oben ragende Teil fällt gar nicht auf, da der LNB-Arm meist nur aus einem unscheinbaren Metallteil besteht und die Empfangseinheit selbst auch nur sehr klein ist. Man benötigt für eine liegende Montage eines Sat-Spiegels, nur eine übliche Sat-Antennen-Wandhalterung.

Sollte etwa der Astra auf 19,2° Ost angepeilt werden, kann auch ein Modell mit kurzen Ausleger gewählt werden. Die Wandhalterung wird dann am Boden angeschraubt. Das kurze Rohr, an dem die Schüssel montiert wird, zeigt nach Süden und der Ausleger ragt nach oben. Der LNB-Arm sollte an der Nordseite des Reflektor sozusagen nach oben ragen, deshalb sollte die Antenne auch so aufgeschoben werden. Die Muttern an der Schlüssel-Masthalterung sind so anzuziehen, dass sich die Antenne auch noch nach links oder rechts schwenken lässt, aber auch nicht von selbst zur Seite rutscht. Der Azimut
wir durch das schwenken von links unten über die Mitte nach rechts unten abgefahren. Mit dieser Verfahrensweise wird die Himmelsrichtung bestimmt, aus der der gewünschte Satellit empfangen wird.

Der genannte Arbeitsschritt entspricht dem schwenken eines “normal” montierten Spiegels von Ost nach West. Im Anschluss daran wird der Elevationswinkel eingestellt. Aufgrund der liegenden Montage musste dieser neu berechnet werden. Sollte der maximale Winkel für den Empfang bei der Antennen nicht ausreichen, so schafft eine M10-Mutter Abhilfe. Diese schiebt man dann einfach zwischen Halterung und den oben liegenden Teil der Mastschelle der Sat-Schüssel. Jetzt wird noch einmal die Antenne nach links und rechts geschwenkt und schon wird das gewünschte Signal empfangen.

Zum Schluss ist noch eine Feineinstellung der Elevation vorzunehmen. Wir bewegen uns wieder im Einstellbereich der Antenne, da die Schüssel aufgrund der zwischen geschobenen Mutter am hinteren Ende etwas angehoben wurde. Man kann auch statt der beschriebenen Mutter, je nach geforderten Anheben der Schüssel, andere Hilfsmittel wie Metallplättchen, Unterlegtschreiben oder einen Keil benutzen. Hierbei ist es sehr wichtig, dass es sich nur um witterungsbeständiges Materialien handelt, wie z.B. VA-Material, A2 Muttern oder verzinktes Blech. Denn andere Materialien, wie z. B. Holz sind hier völlig ungeeignet, da das Volumen sonst zunehmend durch Austrocknung verringert wird. Hierbei würde sich eventuell somit die Schüssel lockern und herunterfallen.

Nachdem die Antenne justiert, ausgerichtet und fest angeschraubt ist, ist die Signalstärke durch genaues Einrichten des LNBs zu optimieren. Dieser Arbeitsschritt hat nichts mit der alternativen Installation zu tun, sondern er empfiehlt sich für alle Arten der Antennenmontage. Die Montageart hat nichts mit der Empfangsleistung einer Sat-Schüssel zu tun. Aus dieser Hinsicht ist es deshalb gleich, ob sie eben liegend, oder ob sie stehend wie in den meisten Fällen, aufgebaut wird. Ausschließlich die Genauigkeit der Ausrichtung, sowie der Güte der einzelnen Komponenten der Sat-Anlage, bestimmen wie gute Empfang gelingt und genau dieses kommt auch bei liegender Montage zu tragen.

Hier hat vor allem die liegende Montage Vorteile. Die Vorteile wären, dass selbst größere Schüssel wie etwa eine 90-Zentimeter-Antenne am Balkon aufgebaut werden kann, ohne dass sie von außen ersichtlich ist. Vor allem große Spiegel bieten ausreichende Schlechtwetterreserven an. Unabhängig von ihrer Montage kann man mit ihnen selbst bei den schlechtesten Wetterbedingungen, Sat-TV genießen. Mit sehr kleinen Antennen ist das ja bei Weitem nicht gewährleistet.

Es ist auch kein Problem, wenn man sich für weitere Satelliten Positionen interessiert. Im Hinblick auf ihre Größe liefern jedenfalls 90er-Schüsseln, ausreichend Power um neben dem deutschen Fernsehen auf Astra 19,2° Ost, auch Hot Bird auf 13° Ost und etwa auch den neuen Eurobird auf 9° Ost zu bekommen. Hierfür muss man dann lediglich zusätzlich noch LNBs, genau so wie bei normalen herkömmlichen Multifeed-Anlagen, montieren.

Liegend installierte Sat-Antennen erfordern viel Fläche, brauchen nach oben hin aber wenig Platz. Aufgrund der geforderten Fläche kann es am Balkon schon mal etwas eng werden. Der ideale Montageort ist deshalb auch unter diesem Aspekt auszuwählen. Hier weisen selbst liegende Sat-Schüsseln eine gewisse Neigung auf. Diese Neigung sorgt dafür, dass die Sat-Antenne nicht zum Vogelbad wird. Hier kann es zu keiner Empfangsbeeinträchtigung kommen, da wegen der Schräge das Regenwasser auch abfließt. Sollte sich dann doch Wasser am tiefsten Punkt ansammeln, bohrt man an dieser Stelle mit der Bohrmaschine einfach ein kleines Loch von rund 5 mm Durchmesser. Dann kann jederzeit das Wasser ablaufen.

Diese Montageart hat noch einen weiteren Vorteil, da liegende Antennen meist auch sonst an schwer einsehbaren Orten montiert sind, sind sie auch weitgehend vor Schnee schützt. Jedoch stellt bei einer freistehenden liegend montierten Anlage der Reflektor eine ideale Ablagefläche dar, in der sich sehr schnell auch Schnee sammeln und auch zum baldigen Ausfall des Sat-Empfangs führen kann. In einem solchen Fall bleibt einen der Gang zur Antenne, bewaffnet mit einem Handbesen, nicht erspart.

Elevationswinkel Umrechnung:

Die Elevation an der rückwärtigen Mastschelle ist auch beiliegend montierten Antennen einzustellen. Allerdings sind im Gegensatz der üblichen Montage hier andere Winkel gefragt. Hierzu eine einfache Überlegung. Am Testort ist bei traditioneller Montage für Astra 19,2° Ost eine Elevation von 32° gefordert. Da in diesem Fall die Antenne jedoch um 90° “falsch” montierten wurde (die Mastschelle der Schüssel schaut nach unten, anstatt nach hinten), sind die 32 von 90° abzuziehen, womit sich ein Winkel von 58° ergibt.

Elevationswinkel

Liegende Antennen dürfen übrigens nicht zu niedrig montiert werden. Befindet sich hier unmittelbar vor ihnen das Balkongeländer, versperrte dieses die freie Sicht zum Satelliten und unterbindet somit den Empfang. Wie tief die Antenne montiert werden kann, bestimmt der Elevationwinkel am Empfangsort. Für Astra 19,2° Ost beträgt er etwa 34° im südlichen Österreich, bis zu rund 27° in Norddeutschland. Mit diesen Winkeln kommen die Sat-Signale und Strahlen so in den Balkon hinein. Um den maximalen Signalpegel zu erreichen, sollte die gesamte Reflektorfläche “bestrahlt” werden. Die gedachte Elevationliniene, die am oberen Rand des Balkongeländers anliegt , sollte auf die “südliche” Kante des Reflektors auftreffen. Am vorgesehenen Montageort ergibt sich daraus die geforderte Mindesthöhe. Die Grafik oben gezeigt, wo die Schüssel waagerecht montiert werden kann, ohne dass ein Teil des Reflektors vom Balkongeländer abgedeckt wird.

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