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Apr

Bewegende Blu-ray Momente – der Panasonic DMP-BD30

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Immer mehr Blu-ray kommen auf den Markt. Die Filmanbieter übertreffen sich mit Bonusmaterial, ausgefeilte Menüs, und erstklassigen Ton-und Bildqualität. Mit dem neuen Blu-ray-Player von Panasonic will man sämtliche Vorzüge des DVD-Nachfolgers aufzeigen und das alles zum attraktiven Preis.

Im vollen Gange ist zurzeit der Preisrutsch bei Blu-ray-Playern. Vor 12 Monaten kostete noch Einstiegsmodelle 1500 €, die heutigen Abspielgeräte kosten nur noch 1/3 – bei gleichzeitig besserer Ausstattung. Zu den Anbietern der ersten Stunde gehörte Panasonic und trotz Preissenkungen streben sie hier die Spitzenposition an. Und die Chancen hierfür stehen gar nicht schlecht, denn mit den beigelegten Filmen “Cars”und “Ratatouille” ist für beste Familien Unterhaltung gesorgt.

Dieses Angebot ist leider auf eine unbestimmte Anzahl an Geräten begrenzt. Etwas schlanker und leichter scheint der DMP-BD30 Blu-ray-Player von Panasonic als die Angebote seiner Konkurenz äußerlich zu wirken. Wie auch in der aktuellen Version 1.3 sind sämtliche Anschlüsse vorhanden. Der SD-Kartenleser ist hinter einer Blende versteckt und erweist sich als praktisch. So ist man in der Lage Fotos inklusive Musikstücke oder sogar AVCHD-Filme von HD-Camcordern abzuspielen, ohne diese auf DVD oder CD brennen zu müssen.

Etwas Umständlich erfolgte leider die Wiedergabe der hochauflösenden Videofilme, denn statt die Videodateien einfach auf den Speicherchip zu verschieben und abzuspielen, wie z.B. bei Sonys PlayStation 3, müssen diese beim DMP-BD30 Mundgerecht per Software auf der SD-Karte abgelegt werden. Nur dann lernen die Bilder laufen. Ebenfalls unterstützt wird ein Wiedergabe von Filmen im DivX-Format. Der Verzicht auf eine Netzwerkanbindung ist etwas unverständlich. Diese folgt erst in wenigen Monaten im hochpreisigen Modell DMP-BD50 und ist dort integriert.

Bereits im Auslieferungszustand verfügt der Panasonic über die aktuelle Profile-Version 1.1, die ohne Fehler das erweiterte Bonusmaterial abspielt. Somit erspart man sich ein langwieriges Update nach dem Kauf. Der Verzicht auf eine Netzwerkschnittstelle, wird den zukünftigen Internetzusatzfunktionen einen Riegel vorschieben. Der Lüfter des Players ist ansonsten nicht zu hören, da er nur rotiert wenn der Hitzestau im Inneren bedrohliche Ausmaße annimmt. Das Laufwerk hingegen ist schon bei geringen Sitzabständen leicht störend zu hören und deutlich wahrnehmbar. Im Vergleich zur Konkurrenz ist aber immerhin die Ladezeit bei anspruchsvollen Scheiben 1 Minute geringer.

Dahingestellt sei aber, ob die 90 Sekunden bis zum Start eines Films aber tatsächlich kurz sind. Die Fehlerkorrektur des Laufwerks ist dagegen hervorragend gelungen, dass hingegen auch starke Kratzer mühelos verarbeitet. Nicht immer auf Anhieb verständlich ist der Weg durch die Einstellungen und auch das Bildmenue des Players wirkt etwas schmucklos. Mit einem Ruckelfreien Filmbild in 1080p24 und den neuen Tonformaten Dolby TrueHD und DTS HD wird man belohnt, wenn man sich durch die anfängliche Einstellungshürden gearbeitet hat. Vorausgesetzt wenn man zumindest den HDMI-Ausgang nutzt und der AV-Receiver sowie der Fernseher mit den Daten etwas anfangen kann.

Die komprimierten Klänge stehen hingegen beim analogen Mehrkanalausgang zur Verfügung. Einzigartig dagegen ist in dieser Preisklasse die Möglichkeit, Ton und Bild nachträglich zu bearbeiten. Neben den Kontrast und Farbe sowie Helligkeit kann man auch eine Rauschreduktion hinzuschalten, um mäßig gutes Bildmaterial erträglicher zu gestalten. Mit zuschaltbaren Filtern, welche je nach Geschmack die klangliche Ausrichtung verschieben, experimentieren Audio-Fans. Hierbei ist allerdings Pflicht die Konvertierung ins PCM-Format.

Nahezu makellos ist die Bildqualität des Panasonic Players. Dies gilt hier nicht nur für Blu-rays sondern auch für DVD´s. Das Gerät scheint mühelos die geringe Anzahl an Bildpunkten auf die vierfache Auflösung hochzurechnen und die Schärfe bleibt jederzeit konstant. Durch falsch kombinierte Filmbilder unterdrückt der Vollbildkonverter sowohl bei Video-als auch Filmmaterial flimmernde Kanten oder einen Auflösungsverlust. Im Zusammenspiel mit einem Flachbildschirm oder Projektor kann sich auch ihre bestehende DVD-Sammlung sehen lassen. Auf einem Wechsel zu Blu-ray-Filme zeigt sich aber dass ein interpoliertes Bild aber lange noch nicht so plastisch wirkt wie HD-Material.

Den Panasonic gelang es, das Optimum aus Endgerät und Quelle herauszuholen, die Farben erscheinen ungemein stimmig, jeder Bildpunkt erscheint messerscharf und im Vergleich zum Material auf DVD nimmt der Bildkontrast subjektiv zu. Auch wenn der Unterschied, nicht so gravierend wie bei einer Gegenüberstellung des Bildes von DVD und Blu-ray ausfällt, so wissen ebenfalls die neuen Tonformate des DMP-BD30 zu überzeugen.

Im Gegensatz zu anderen Produkten ist zu beachten, dass die ausgegebene Lautstärke des Panasonics höher sein kann als andere und somit der Eindruck einer größeren Dynamik entsteht. Seine hohe Wertung verdankt der DMP-BD30 der ebenbürtigen Wiedergabequalität bei HD-Scheiben und sehr gute Leistungen im DVD-Betrieb. Nicht besser können dies selbst spezialisierte Player, im Gegensatz dazu weisen sie aber oft eine hochwertige Verarbeitung auf.

Der erste Blu-ray Player von Panasonic kostete noch vor 12 Monaten 1500 €, besaß beiBlu-rays keine ruckelfreien Bilddarstellung und verarbeitete keine neuen Tonspuren. Panasonic merzt mit dem DMP-BD30 die Ausstattungsmängel in der Vergangenheit konsequent aus und senkt den Preis auf einen Massenmarkttaugliches Niveau. Noch vor der unmittelbaren Konkurrenz und von seinen älteren Bruder muss sich der neue weder in der Ton-und Bildqualität verstecken. Deutlich voraus ist er vielen Blu-ray-Playern vor allem in der DVD-Wiedergabe.

Das Komplettpaket wird gebührend abgerundet mit der Wiedergabe der zusätzlichen Formate wie DivX- oder Fotodateien- sowie AVCHD-Filme. Vertretbar sind die Wartezeiten während der Filmwiedergabe mit anspruchsvollen Scheiben sowie auch ebenso das Betriebsgeräusch, aber eben lange noch nicht perfekt. Die Sonys PlayStation 3 bleibt besonders bei der Bedienungsgeschwindigkeit der strahlende Sieger, ebenso bei der Funktionsvielfalt und bei der Präsentation.

Wer allerdings eine generelle Abneigung gegen Sonys Geheimwaffe im Formatsstreit hegt und Tonformate verlustfrei übertragen will, der greift zum Panasonic. In einem Testmagazin hat der “Panasonic DMP-BD30” – 15 von 20 Punkten in der Ausstattung/Verarbeitung, 15 von 20 Punkten in der Benutzerfreundlichkeit und 53 von 60 Punkten in der Wiedergabe Qualität erhalten. Das Testurteil fiel in diesem Fall “gut”aus.

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