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Apr

Senioren Falle – Die Sterbegeldversicherung

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Die Sterbeversicherungen sind bei Senioren sehr beliebt. Doch die Policen sind nur selten nötig und begraben viel Geld. Meistens gibt es bessere Arten der Vorsorge. Versicherungsvertreter reden ältere Menschen oft ein schlechtes Gewissen ein, wenn sie behaupten “Es kann zu einem erheblichen finanziellen Problemen für sie werden, wenn ein Todesfall in der Familie eintritt”.

Diese Angebote verkaufen sich gut, denn die Masche zieht. Von mehr als drei Jahren wurde das Sterbegeld der gesetzlichen Krankenversicherung von der Regierung abgeschafft. Zum Ende waren es nur noch 500 €, die es von der Kasse gab. Heute kostet eine Beerdigung rund 5.000 €. Die Versicherer bieten seitdem verstärkt Sterbegeld-Policen an. Im Grunde sind diese Policen nichts anderes als Lebensversicherungen.

Die Versicherer garantieren für einen auf den ersten Blick geringen monatlichen Beitrag, der bis zu einem Alter von höchstens von 85 Jahren, oder der 20 Jahre lang gezahlt wird, Summen zwischen 2.500 und 10.000 €. Wenn der Versicherte stirbt, werden sie fällig. Das Geld fließt dann direkt an den Bestatter. Beim Abschluss der Policen, verzichten die meisten Versicherer auf Gesundheitsfragen. Hier treten Wartezeiten an deren Stelle.

Bis eine Versicherungssumme bis im Todesfall Fällig wird, dauert es je nach Anbieter zwischen sechs Monaten und vier Jahren. Die Begünstigten erhalten nur Teile der Versicherung, wenn der Versicherte in der Wartefrist verstirbt. Das Geld wird an die Hinterbliebenen ausgezahlt, die hiervon die Bestattungskosten tragen können. Im anderen Fall fließt das Geld direkt an einem Bestattungsunternehmen. Z.B. Verkauft die Ideal-Versicherung mit ihren Sterbegeldversicherungen die Dienste von Ahorn-Grieneisen gleich mit. In diesem Fall gehört das Bestattungsunternehmen zur Firma. Wählen nach dem Tod des Angehörigen die Hinterbliebenen einen anderen Bestatter als Ahorn-Grieneisen, wird von der Ideal-Versicherung 10% von der Versicherungsumme abgezogen. Das ist eine teure Vorsorge.

Bei einem höheren Einstiegs Alter, übersteigen die Einzahlungen über die gesamte Laufzeit, die garantierte Leistung bei weitem. Ein 65 jähriger zahlt bei KarstadtQuelle, der sich mit 5.000 € Sterbegeld absichern will, monatlich 28,85 € und das bis zu einem Alter von 85 Jahren. Das ergibt eine Summe von 6.974 €. KarstadtQuelle lässt sich sogar den Nachteil quittieren, Zitat “Ich weiß, dass für diese Sterbegeldabsicherung bei Eintritt im höheren Lebensalter Beiträge zu zahlen sind, die in ihrem Gesamtbetrag die Versicherungsleistung übersteigen können… “.

Die Produkte der Versicherer werden mit Überschussbeteiligung schön gerechnet. Zum Beispiel stellt man dem Interessenten eine “attraktiven Bonusleistung von 35%” in Aussicht. Die Gesellschaft weist allerdings im Kleingedruckten darauf hin, dass diese Leistung jährlich neu festgesetzt wird und nicht garantiert werden kann. Man zahlt seine Bonusleistungen tatsächlich selbst ein. Der Versicherte käme damit nur auf 6.057 €, selbst wenn sie voll fällig wäre. Nur wenn der Versicherte kurz nach Ablauf der Wartefrist stirbt und noch nicht alles eingezahlt ist, lohnt sich rechnerisch eine Sterbegeldversicherung.

Oftmals nutzt die Versicherungsbranche Vereine, um Kunden zu gewinnen. Solche Policen bietet auch die Gewerkschaft verdi ihren Mitgliedern an. Meist sind auch die Gruppentarife keine Schnäppchen, denn viele enthaltene Klausel, dass die Überschussbeteiligung vom Versicherer an den Verein abgeführt wird. In den meisten Fällen weiß das Mitglied nichts von dieser Zwangspende. Ein Ende macht ihr ein formloses Schreiben an den Versicherer. Jeder der den Verein verlässt oder aus der Gewerkschaft austritt, wird in der Regel den ohnehin schon ungünstigen Gruppentarif verlieren und muss fortan den noch schlechteren Individualtarif bezahlen.

Hier sei erwähnt, das Sparen schon reichen kann. Eine weitaus bessere Alternative zur Sterbegeldversicherung ist etwas rechtzeitig zu sparen und anzulegen. Es reichen hier etwa 3700 €, um auf die 5.000 € zukommen, die eine Beerdigung im Durchschnitt kostet. Bei einem niedrig angesetzten Zinssatz von 3% bringt ein Betrag in dieser Höhe binnen 10 Jahren 1272 € an Zins und Zinseszinsen. Die Angehörigen müssen selbst dann nicht die Beerdigung aus der eigenen Tasche bezahlen, wenn sonst nichts da ist. Oftmals bekommen die Angehörigen auch aus anderen Quellen Geld, dass sie für die Beerdigung ausgeben können.

Hier zahlt in etwa die deutsche Rentenversicherung auf einen Antrag hin, wenige Tage nach dem Todesfall, drei volle Monatsrenten an den Hinterbliebenen Partner aus, wenn der Verstorbene eine gesetzliche Rente bezogen hat. Wenn ältere Menschen eine Sterbegeldversicherung angeboten bekommen, sollten Sie außerdem prüfen, ob nicht ihr ehemaliger Arbeitgeber für sie eine Sterbekasse unterhält.

Eure Plaudertasche




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Kommentare

2 Kommentare zu “Senioren Falle – Die Sterbegeldversicherung”

  1. Versicherung am 05.09.2008 um 22:25 Uhr 

    Schoener Blog. Hab ihn gerade zu meinen Lesezeichen und bei Mr.Wong angelegt. Tolle Beitr

  2. Christopher am 15.04.2008 um 20:40 Uhr 

    Bei den Sparmaßnahmen heutzutage werden nur die wenigen Arbeitgeber eine Sterbekasse für den Rentner bezahlen. Das mit den Wartezeiten ist auch ziemlich klever :)

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