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Jan

Schnuller – Schnuckelchen der Trost fürs Baby

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Der Schnuller tröstet das Baby und entlastet die Nerven der Eltern. Es wurden 28 Modelle aus Latex und Silikon getestet, viele sind dabei frei von Schadstoffen – allerdings war ein Latex Modell nicht verkehrsfähig. Das Kleinkind quengelt, während seine Mutter sich nach acht Stunden im Job gerade mit ihrem Tee ins Sofa hat sinken lassen. Der dreijährige wird kurzerhand mit einem Schnuller versorgt. Das beruhigt den kleinen, der sich nun seiner kleinen Schwester zuwendet und dieser – durch den Schnuller nahezu unverständlich – einredet.

Der dreijährige gehört dabei nach Ansicht von Experten überhaupt nicht zur Zielgruppe der weichen Gummistöpsel. Denn das Nuckeln und saugen soll nur die aller kleinsten beruhigen und entspannen. Im ersten Jahr haben die Babysauger Hochkonjunktur, wenn der Saugreflex stark ausgeprägt ist. Der Schnuller hat eigentlich ausgedient, wenn der Saugreflex mit dem Eintritt in die Kleinkindphase verschwindet. Wenn ein Kleinkind immer noch im dritte Lebensjahr oft nach dem Schnuller verlangt, oder am Daumen saugt, ist es besser, ihm Aufmerksamkeit zu schenken, es zu trösten oder zärtlich in den Arm zu nehmen.

Der Schnuller sollte spätestens bis zum dritten Lebensjahr abgewöhnt werden. Ein längeres Nuckeln soll den Zähnchen schaden, es kann etwa eine Lücke zwischen den Vorderzähnen im Ober- und Unterkiefer verursachen, oder eine Überbiss also Fehlstellungen verursachen, die später nur durch eine langwierige Behandlung beim Kieferorthopäden korrigierbar sind.

Zwei Kinder haben im Test jeden Schnuller, egal aus Latex oder Silikon, ob asymmetrisch oder symmetrisch geformt, wieder ausgespuckt. Für die Mutter war das, die jetzt wieder halbtags arbeitet sehr anstrengend, denn beide Kinder bevorzugten die Brust und ließen sich erst nach einem Jahr abstillen. Doch haben sich Babys erstmal an den Seelentröster gewöhnt, was auf jeden Fall besser als am Daumen zu lutschen ist, lässt sich oft nur ihre Schnullerkarriere mit Tricks und Überlegungen beenden.

Fachleute raten beim gestillten Kind vom Babysauger ab, da er den Stillerfolg gefährden kann. Es mehren sich mittlerweile Hinweise, dass bei Schnullerkindern das Risiko, am plötzlichen Säuglingstod zu sterben, niedriger ist, wenn sie mit dem Schnuller einschlafen, obschon der Sauger in der Regel kurz nach dem Einschlafen aus dem Mund rutscht. Im Umkehrschluss sind allerdings Kinder die keinen Schnuller mögen, nicht stärker gefährdet. Allerdings sind die Gründe, warum Schnuller gegen den plötzlichen Kindstod helfen, nicht klar. Sie fördern möglicherweise die Rückenlage, da dass Schnullern in Bauchlage unbequem ist. Es kann auch sein, dass der Schnuller die Rachen- und Mundmuskulatur trainiert und so im Schlaf vor einem Atemstillstand schützt und eventuell fördert das Schnullern die Beseitigung von Krankheitserregern im Mundraum und mindert den Reflux, also das aufsteigen von Mageninhalt in die Speiseröhre, weil es den Speichelfluss anregt, erklärt ein Kinderarzt. Es wurden 28 Babysauger, 13 Marken aus Latex und 15 aus Silikon auf bedenkliche Inhaltsstoffe analysiert und getestet. Die Silikonschnuller sollten zudem in einer Praxisprüfung geprüft werden, ob sie durch Kinderzähnchen zernagt werden können.

Das Testergebnis:

Unter vielen ordentlichen Produkten können Eltern für ihre Schnullerkinder wählen: vier Latex Schnuller rund 12 Silikonschnuller gehen mit sehr gute Noten aus dem Test. Die Tester mussten bei einem Produkt abraten, da sich aus diesen so große Mengen an Vorstufen Krebs erregende Nitrosamine löste, dass er eigentlich nicht mehr hätte verkauft werden dürfen. Minuspunkte erhalten zwei Latex Schnuller, weil sich auch nach dem vorschriftsmäßigen Auskochen nitrosierbare Stoffe abgeben, die im Körper zu Krebs erregenden Aminen umgewandelt werden können.

In Gehalten über den gesetzlichen Grenzwert, aber noch im Bereich der erlaubten Messtoleranz, stecken in Beauty Baby Beruhigungssauger symmetrische Form, Latex zwei die nitrosierbaren Substanzen. Allerdings gibt der Babydream Beruhigungssauger mit Ring, Latex Größe zwei diese Stoffe in Mengen ab, die jenseits der Messtoleranz von 100% des Grenzwertes liegen. Das wurde mit fünf Minuspunkten quittiert.

Die Untersuchung zeigte auch, wie wichtig das Auskochen der Schnuller vor der ersten Benutzung und möglichst häufig im täglichen Gebrauch ist: es lösten sich nämlich ohne Auskochen noch aus fünf weiteren Schnullern Vorstufen in Mengen, die über den gesetzlichen Grenzwert liegen. In keinem Latex Schnuller steckten erhöhte Gehalte an Proteinen und auch der Stoff 2-Mercaptobenzothiazol, ist in keinem Latexsauger nachweisbar, der Kontaktallergien auslösen kann. Knapp über dem Höchstwert von 0,5% an flüchtigen Verbindungen, liegt der Gehalt im Silikonsauger von Mollis. Aber durch technologische Verfahren lassen sich, diese meist niedermolekularen Siloxane vermeiden.

Nicht so stabil und widerstandsfähig ist Silikon im Vergleich zu Gummi, weshalb die Silikonsauger bislang nur bis zu den ersten Zähnchen empfohlen wurden. Man wollte es dieses Mal genauer wissen und ließ alle Silikonschnuller auf ihrer Bissfestigkeit testen. Die Sauger wurden dafür mit einem Dorn durchstochen und dann solange gezogen, bis sie weiter einrissen, das ist ein Maß dafür, wie schnell sich von einem beschädigten Schnuller ein Teil lösen versehentlich verschluckt werden kann. Das Ergebnis war: die vorgeschriebenen Normwerte für die Biss- und Reißfestigkeit erfüllten aller Schnuller locker. Auf der Verpackung muss, wegen möglicher allergischer Reaktionen auf Latex Proteine der Gummischnuller stehen: “hergestellt aus Naturkautschuklatex“. Und einen Hinweis auf eventuelle allergische Reaktionen muss es außerdem geben. Auf den Latexschnullern von Goldi und Molli fehlten diese Angaben.

Weiterführende Informationen zu Schnullern.




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Kommentare

ein Kommentar zu “Schnuller – Schnuckelchen der Trost fürs Baby”

  1. Babys dürfen weinen - Mieter, Baby, Babys, Kindergeschrei, Kinderlärm, Weinen - Quatschblog.de am 09.06.2009 um 05:32 Uhr 

    [...] der Nacht auf, weinen und schreien, ohne sofort beruhigt werden zu können. Da hilft auch kein Schnuller. Es wäre unmenschlich, wollte man kleinen Kindern verbieten, nachts zu schreien oder zu [...]

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