31
Aug

Macht Besitz glücklich?

categories Allgemein    

Das Streben nach Glück wird auch oft mit dem eigenen Besitz in Zusammenhang gebracht. Macht dieser Besitz jedoch glücklich oder stimmt es, das derjenige, der etwas im Besitz hat nach mehr Besitz strebt. Sind reiche Leute glücklicher als arme?
Die Frage ist schwer zu beantworten und wirft gleich weitere Fragen auf. Was ist eigentlich Besitz? Materieller Besitz ist messbar, aber auch eine tolle Familie oder das Umfeld können als Besitz angesehen werden. So kommt es natürlich vor, dass Menschen, die zwar in ärmlichen Verhältnissen leben, viel glücklicher sind als Menschen ohne Freunde, dafür jedoch mit Millionen.
Wer einmal Urlaub in einem Land mit einer armen Bevölkerung gemacht hat, wird sich gewundert haben, wie glücklich diese Menschen wirken. Hier wird sichtbar, dass Geld allein nicht ausreicht, um von Glück sprechen zu können. Die Menschen in den Ländern werden gestärkt durch den familiären Zusammenhalt, welcher in reichen Gesellschaften oft fehlt. Auch geht steigender Besitz oft mit dem Verfall moralischer Werte einher. Hier den Spagat zu schaffen, ist die Kunst des Lebens.

30
Aug

Der Poker um Opel geht weiter

categories Auto    

Opel ist täglich in den Schlagzeilen. Erst will General Motors verkaufen, dann wieder nicht. Die Bundesregierung würde gerne Magna als Käufer sehen, GM eher einen Finanzinvestor. Dann wiederum heißt es, GM will gar nicht verkaufen, nur um dann am kommenden Tag diese Meldung zu dementieren.
Was ist denn nun eigentlich los?
Zum einen merkt man, dass die Bundesrepublik und scheinbar auch Opel noch nicht erkannt haben, dass Opel ein Teil eines der größten Unternehmen überhaupt ist und dass die Mühlen in den USA anders drehen. Die Vereinigten Staaten sind nun mal der Erfinder des gelebten Kapitalismus. Was wundert es uns da, dass GM für sich in Anspruch nimmt, dass nur GM über Gedeih und Verderb von Opel zu entscheiden hat. Zum anderen hat GM bzw. Opel durch die Abwrackprämie wieder Liquidität und Zeit gewonnen.
Für die Mitarbeiter ist es natürlich tragisch, was da gerade geschieht, denn wenn man es einmal richtig sieht, entscheiden gerade einige wenige über Tausende Köpfe und Existenzen.
Die Ankündigung der Mitarbeiter, nun nicht doch nicht auf das Urlaubsgeld verzichten zu wollen, um den Konzern im Konzern zu retten, trägt sicherlich auch nicht zur Verbesserung der Lage bei.
Jeder kann sich über diese Tatsachen seine Gedanken machen, aber sicherlich muss unsere Politik davon wegkommen zu denken, dass General Motors der Bundesregierung ein Mitspracherecht beim Verkauf oder Nichtverkauf von Opel einräumen wird.

29
Aug

Afghanistan zählt – wer wird regieren

categories Allgemein    

Die Bürger Afghanistans haben gewählt. Die Stimmen werden ausgezählt und nach ersten Hochrechnungen kündigt sich ein Kopf an Kopf rennen zwischen dem bisherigen Regierungschef und dem Oppositionsführer an. Es sollte eine demokratische Wahl 2009 werden, doch bereits beim Auszählen der Stimmen zeichnet sich ab, dass Afghanistan auch in dieser Beziehung weit von einer Demokratie entfernt ist.
Beide Seiten haben bereits begonnen, der anderen Wahlbetrug anzudichten. Natürlich ist nicht bekannt, ob tatsächlich an mancher Stelle betrogen wurde, doch verdeutlicht das Gebaren beider Lager, wie zerstritten Regierung und Opposition ist. Bombenanschläge und Selbstmordattentate verursachen weitere Unruhe in dem Land, in welchem immer mehr ausländische Soldaten ihr Leben lassen müssen.
Immer öfter muss man sich die Frage stellen, ob Afghanistan überhaupt bereit ist für Demokratie. Die Zahl der ausländischen getöteten oder verwundeten Opfer steigt jedenfalls steil an und lässt die Vermutung aufkommen, dass die westliche Hilfe in großen Teilen der Bevölkerung nicht angenommen wird.
Die Wahl könnte dazu führen, dass sich die Lage im Land weiterhin verschlechtert.

28
Aug

Die Politik spricht sich für die Bundeswehr in Afghanistan aus, aber…

categories Allgemein    

Viele Bundesbürger fragen sich, welchen Sinn der Einsatz macht. Frau Merkel, die Union und auch die SPD stimmten dem weiteren Einsatz der Bundeswehr in Afghanistan zu. Man spricht dabei immer wieder davon, dass den Bürgern eine Chance zu einem normalen Leben gegeben werden muss und das der Terrorismus nur so in diesem Land bekämpft werden könne.
Hier sollte jedoch einmal hinterfragt werden, ob dieses Vorhaben überhaupt realisierbar ist. Fest steht, dass die Gewalt auch gegenüber der Bundeswehr immer mehr zunimmt und dass die dort stationierten Soldaten einer immensen Gefahr ausgesetzt werden. Das Ziel, den Terrorismus in diesem von Bürgerkriegen und Kriegen zerrütteten Land, zu besiegen scheint vielen aussichtslos. Auch die Kosten für diesen Einsatz dürfen nicht außer acht gelassen werden. Natürlich hat es das afghanische Volk verdient, ein normales Leben führen zu dürfen. Selbstmordattentate und Fehden zwischen den einzelnen Gruppierungen in der Bevölkerung sollten der Vergangenheit angehören. Doch für viele hier sieht es doch so aus, dass die Probleme in diesem Land durch den Einsatz der Bundeswehr nicht gelöst werden können.
Also, weshalb ziehen wir uns nicht aus Afghanistan zurück? Bzw. wie könnten die Probleme dort besser gelöst werden?

27
Aug

Die Geburtstagsfeier von Herrn Ackermann…

categories Allgemein    

…oder weshalb der Steuerzahler für Herrn Ackermann eine Geburtstagsfeier gibt.
Die Frage klingt berechtigt. Nachdem die Bankenkrise in aller Munde ist, die Banker der Realitätsentfernung zu Gunsten hoher Profite und noch höherer Verluste für die Anleger in Misskredit geraten sind. Na klar, die Gesellschaft war hoch dekoriert.
Natürlich ist es wichtig, dass sich wichtige Personen aus Wirtschaft, Medien (ja, es waren auch einige Journalisten zugegen) und Politik miteinander austauschen. Aber ist es auch richtig, dass der Steuerzahler für diese Gelegenheiten aufkommen muss? Der Anlass ist nicht verwerflich, da es sicherlich viele dieser Treffen im Bundeskanzleramt gab und auch geben wird, nur kann man hier die Frage der Verhältnismäßigkeit stellen. Kleinere Unternehmen, die auch mit Innovationen prahlen könnten, waren nicht geladen. Und in Zeiten der Krise wartet natürlich eine große Meute genau auf die Schlagzeilen, dass die Politik ihre Position zum Missbrauch von Steuergeldern ausnutzt. Wäre keine Wahl und die Bankenkrise läge noch vor uns, würde kein Hahn diese Geburtstagsfeier interessieren.